Misteln und heidnische Bräuche

Wow, und schon ist es wieder vorüber. Irgendwie war dieses Weihnachten ein Fest der gemischten Gefühle. Auf der einen Seite habe ich wirklich tolle Geschenke bekommen und auch selbst schöne Sachen verschenkt, aber auf der anderen Seite war die Stimmung etwas gedrückter als sonst. Mir fehlte irgendwie der Tiefgang und ich hatte das Gefühl, alles geschah so übereilt, als führte man sämtliche Handlungen nur mit dem Kopf aus, und das Herz kam nicht hinterher. Wenn man sich umsieht und erkennen muss, wie wenig Sinn die Menschen um dich herum in Weihnachten sehen, fällt es schwer, gute Laune zu behalten. Seit wir nicht mehr das typische Weihnachtsfest feiern, sondern das heidnische Yule (aber nicht am 21. sondern am 24.), sehen wir in so vielen Dingen wieder den Zauber dieser Zeit. Leider stehen wir damit in der Familie und im Freundeskreis ziemlich allein da.

Wenigstens unser Ritual an Heiligabend war sehr schön. Wir haben unsere alte Mistel verbrannt, die seit dem letzten Weihnachten im Flur hang und die neue geweiht und aufgehangen. Die Asche übergaben wir dem Holunderstrauch, der sie hinüber in die Anderswelt trägt. Wir räucherten Wacholderbeeren, Kiefernnadeln und Mistel, aßen genug für 2 Tage und tranken Met & Rotwein. Ich vertrag nicht gut Alkohol und so hatte ich am nächsten Morgen ziemlich Kopfschmerzen 😦 Ich bekam ein Buch über Giftpflanzen, wunderschön illustriert – mein Schatz hatte es in einem Antiquariat entdeckt und ich fürchte, ich werde da bald eine Menge Geld lassen, denn auch was magische Literatur angeht, sind die gut bestückt, seufz. Dann hab ich nicht schlecht gestaunt, als ich einen kleinen Thorhammer auspackte.

Thorhammer

                    Buch Giftpflanzen

Ich bin jetzt auch stolze Besitzerin eines Kopfhörersets mit Mikrofon und kann so endlich mal meinen geplanten Podcast in Angriff nehmen.

Am ersten Weihnachtsfeiertag war der Geburtstag meines Vaters und da ich mich an diesem Tag vom Alkohol fernhielt, fiehl mir die Rolle des Familientaxis zu. So ging auch dieser Tag zuende. Gestern dann wollten wir nur auf der Couch relaxen, aber gegen Nachmittag brauchte ich etwas frische Luft und wir gingen noch spazieren, entzündeten die Kerzen auf dem Grab meiner Oma und Urgroßeltern neu und freuten uns über die vielen Lichter, sei es auf den Grabstätten oder oben am Himmel. Leider hat mein Freund kein frei und muss heute wieder arbeiten, so dass ich hier ein wenig klar Schiff gemacht habe, damit wir das Wochenende genießen können.

Ich hoffe, ihr hattet alle eine schöne Zeit. Paßt gut auf, dass euch in den Rauhnächten nicht das wilde Heer mitreißt 😉

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