Der Hüter des Waldes

Ich habe dieses Jahr eine Jahreskarte aus dem Wildwood Tarot gezogen. Der Hüter des Waldes. Diese Karte paßt wirklich wie die Faust aufs Auge. Der Hüter des Waldes ist abgebildet mit seinen Familiaren, dem Luchs und dem Adler. Aber er trägt auch das Fell eines toten Luchses und ich persönlich sehe darin die Verbindung zur anderen Seite. Der Hüter des Waldes hat einerseits die Aufgabe, den Wald und die Natur mit all seinen Geschöpfen zu beschützen und zu bewahren. Andererseits muss er auch essen, jagen um zu überleben. Er hat also die schwierige Aufgabe, immer wieder abzuwägen, was er braucht und was zu viel wäre, um das Gleichgewicht nicht zu gefährden. Er ist Teil dieser Welt und doch sieht er über sie hinaus. Er ist den Gesetzen der Welt unterworfen und muss sich auch in der Gesellschaft zurechtfinden.

Im Grunde seines Herzens jedoch sucht und liebt er die Einsamkeit. Was mir persönlich bei dieser Karte am meisten ins Auge stach, ist die Grimmigkeit des Hüters. Es bedarf einer gewissen Grimmigkeit, immer wieder auf die Jagd zu gehen, sich immer wieder den Umständen anzupassen, aber auch die grimmige Entschlossenheit, der Punkt, von dem aus man nicht mehr zurückweicht, imponieren mir bei dieser Karte. Es paßt alles zu einer Runenmeditation, die ich kürzlich durchgeführt habe. Die Rune, um die es ging, war Uruz. Für mich ist Uruz immer rot. Es ist eine Kraft, die direkt aus der Erde stammt. Sie symbolisiert für mich eine robuste Gesundheit und die Kraft des Auerochsen, mit dem man sie auch gleichsetzt. Ich-Bewußtsein spiegelt sich ebendalls in dieser Rune, wie auch im Hüter des Waldes. Das Ich im Zusammenspiel der Kräfte.

Während der Runenmeditation wurde mir mir irgendwann klar, was das große Problem ist, weswegen ich das ganze überhaupt in Angriff genommen hatte. Uruz zeigte sich nämlich wie eine eiserne Kugel, die sich in meiner Körpermitte befand. Der Punkt, von dem aus man nicht mehr zurückweicht. Den ich sehr wohl besitze, aber scheinbar vergessen hatte. Das Ich, der Ausgangspunkt, der Ruhepol. Eisen im Blut – auch wenn es fließt, ist es da, als Fokus. Von hier aus handle ich, hier bin „ICH“. Die Grimmigkeit des Jägers, der Verantwortung trägt. Nicht locker lassen, immer wieder in den Wald gehen (oder hinaus in die Welt), nicht aufgeben. Nicht zurückweichen. Das wird dieses Jahr nötig sein.

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