Entlang der alten Bahngleise

Eine meiner Kräuterführungen geht entlang der stillgelegten Bahngleise. Nur selten fährt dort der „Schluff“, ein Zug als touristische Attraktion, vorbei am bilderbuchhaften Hülsdonker Bahnhof, wo man abends draußen im Biergarten sitzen und Glühwürmchen beobachten kann. Ich habe mir gestern überlegt, den Weg zu kartieren und bin auf Pflanzen gestoßen, die ich dort vorher nie gesehen habe! Z.B. muss irgendwer kürzlich einen Johannisbeerstrauch dort gepflanzt haben 😉 …die Birken waren auch nicht weiter hinten im Unterholz…grins. Ernsthaft – diese Route ist eine, wo man auf 100m Strecke so viel entdecken kann, dass man damit 2 Stunden gefüllt bekommt. Das kleine Waldstück, das angrenzt, ist von seltsamer Natur. Ich war dort unzählige male und doch entdecke ich immer neue Wege. Gestern auf einmal fanden wir uns erneut an einer Stelle im Wald wieder, an die weder mein Freund, noch ich uns erinnern konnten, obwohl wir sicher waren, dem Weg wie immer gefolgt zu sein. Na und was wuchs da mit seinen teilweise noch eingerollten Wedeln? Farne. Farne

JohannisbeerstrauchWahrscheinlich machen sich die Feen in diesem Wald einen Spaß daraus, Menschen in die Irre zu führen! Wenn man den Farn (übrigens der einzige!, der im ganzen Wäldchen zu wachsen scheint) und die vielen Glühwürmchen zusammen rechnet, dann könnte man wirklich auf die Idee kommen, hier sind kleine übernatürliche Wesen am Werk. Neben dem Versuch, alles zu kartieren, wollte ich auch zu meiner Kreuzung im Wald, denn ich hatte beim letzten mal keine Opfergabe dabei und versprochen, beim nächsten mal was mitzubringen. Nach entsprechender Vorbereitung goss ich einen guten Schluck meines selbst hergestellten Rosenlikörs auf die Erde und wartete, bis es eingesickert war. Dann bedeckte ich die Stelle wieder mit Erde und Laub. Auf dem Friedhof neben dem Waldstück tat ich dasselbe mit meinen Ahnen und meinem Freund – wir tranken einen guten Schluck zusammen. Von dort aus besuchten wir noch das Grab des Kabarettisten, dessen Herz sehr an dieser Region hing und der ganz sicher einmal einer der Alten wird, die wir die Genii Loci nennen.

Zum Abschluß der kleinen Reise entlang der alten Bahngleise lasse ich euch noch den Link zu meiner neuen Homepage www.kraeuterseele.com da. Dort findet ihr meine Angebote für Kräuterführungen und Seminare am Niederrhein mit den ersten Terminen. Ich würde mich freuen, wenn ihr vorbeischaut und falls ihr mal in der Gegend seit – vielleicht sieht man sich?

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3 Gedanken zu “Entlang der alten Bahngleise

  1. Du scheinst ja gar nicht weit von mir entfernt zu wohnen wenn du die Schluff kennst.
    Ich wohne in MG und bin vor Jahren mal mit meinen Jungs zu Nikolaus mit der Schluff gefahren 🙂

    • Nee, so weit ist das nicht bis MG! Heute fährt der Schluff glaube ich nur noch 2/3 mal im Jahr und neben den Gleisen ist ein interessantes Biotop entstanden. Die Natur holt sich alles zurück 😉 Schöne Walpurgisnacht/Beltane!!!

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