Barfuss durch den Sommer

Manche von euch warten vielleicht auf den Beitrag über das Kräuterfest von Moyland, aber leider hat es mir dort nicht so gut gefallen. Nichts gegen die Führungen im Kräutergarten und rund ums Gelände, aber was die Stände anbelangt, war einfach keine echte Perle dabei. Lediglich der Stand einer sog. Waldpädagogin stach heraus und man konnte viel über die Wildtiere lernen, die dort präpariert standen. Anfassen war erlaubt. So gehen wir also zum nächsten Erlebnis über – dem Besuch eines Barfusspfades!

Gestern verbanden wir unsere Fahrradtour mit einem mehrstündigen (!) Aufenthalt im Barfusspark (nach „Lehmpastor Felke) in Repelen. Wir haben beide verbrannte Nasen und Stirn 😉 Die Juni Sonne (die ich nicht genug loben und anhimmeln kann!) hat so ungeheure Kraft!!! Aber dafür gibt es ja das blutrote Öl aus den Blüten des Johanniskrauts. Zuerst dachten wir, mmmhh nicht gut organisiert mit den Marken, die man einwerfen muss (und die wir im Tennisclub abholen mussten), aber als wir die Schuhe ausgezogen und die ersten Schritte auf den verschiedenen Untergründen gelaufen waren, da ging es uns richtig gut. Manche der Belege taten weh und ich bin sehr empfindlich, aber die habe ich mir dann einfach nicht gegeben. Der Sand, die Wasser- und Schlammtretbecken, sowie die warmen Holzbohlen waren eher meins.

SommerfüsseGlassplitterWassertretbecken

Das Barufss gehen erdet, ohne dass man es bewußt herbeiführen müsste. Einfach durch das achtsame Auftreten, das hineinspüren in die Muskeln und Sehnen, ist man ganz im Jetzt. Es gibt in dem Park auch einen Summstein – du steckst einfach den Kopf hinein und summst, bis du merkst, dass du deine Tonlage erreicht hast, im Grunde ist es wie mit der magischen Stimme. Unter dem Dach einer kleinen Holzhütte standen Bänke, die im Schatten lagen und wo man sich immer mal hinsetzen und dösen konnte. Es war so erholsam und dringend nötig, denn die Woche war eine einzige Katastrophe. Der Höhepunkt war ein Autounfall am Donnerstag gewesen, wo eine Dame der Meinung war, ohne nach hinten zu sehen den Rückwärtgang einzulegen und kräftig aufs Gas zu treten. Nur, dass ich mit meinem Wagen direkt hinter ihr stand! Polizei und der ganze Spaß, mal wieder absolut unnötig, ärgerlich und nervig! Jetzt ist mein Auto also in der Werkstatt und wird geprüft, Kostenvoranschlag bekomme ich dann. Hoffe, dass es nicht zu lange dauert. Schlammtretbecken

Tja, so ist das – das Leben ist wie ne Hühnerleiter – man kommt vor lauter Scheiß nicht weiter – hat meine Omi immer gesagt 😉 Nach dem Aufenthalt im Barfusspark fuhren wir gemütlich zurück nach Hause und hielten noch beim Holunder, um seine duftenden Blütendolden für schweißtrebenden und antiviralen Wintertee zu ernten. Die Blüten trocknen jetzt und verströmen dabei einen zugegebenermaßen etwas aufdringlichen Duft! Selbst die Katzen nehmen Abstand! In den Blüten des Holunders ist für mich die Frau Holle sehr präsent. Zu ihr fühle ich seit Tagen einen sehr starken Kontakt und das tut einfach gut. Eine ganze Weile war nämlich der Kontakt zu allem unterbrochen, wie das halt manchmal so ist. Auch der „schwarze Mann“, von mir aus auch der Teufel, Lucifer oder Kreuzungsdämon ist sehr präsent. Er erschien dieses mal in Gestalt einer jungen Mannes, mit dem ich wohl einen „Deal“ machen werden 😉

Wenn ich sein Angebot annehme, weiß ich nämlich jetzt schon, dass irgendwelche „unvorhergesehenen“ Ereignisse unsere (Geschäfts)Beziehung begleiten werden. Ich hätte mich wahrscheinlich gar nicht drauf eingelassen, wenn nicht genau an dem Ort, wo wir gemeinsam arbeiten werden, ein Hollerbusch gestanden hätte…

 

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