Immergrüne & die lange, dunkle Nacht der Seele

Der Duft naturreinen ätherischen Orangenöls mischt sich mit den Aromen von frischen Kieferzweigen. Man könnte fast meinen, es weihnachtet schon, aber noch hat die Adventszeit nicht begonnen. Samhain liegt hinter uns, bis zur Wintersonnenwende ist noch Zeit. Der Wind hat die meisten bunten Blätter von den Bäumen geweht und an manchen Tagen wird es nicht richtig hell. Um die Übergangsphase zu erleichtern, stimme ich mich mit Hilfe der Natur auf die dunkle Zeit ein. Ich genieße Kräutertees aus Pflanzen, die während des Sommers so viel Licht aufgesogen haben, dass man es beim trocknen einfangen konnte. Dazu gehören das Johanniskraut, die Melisse und ganz allgemein gesagt alle Pflanzen mit einem hohen Anteil ätherischer Öle. Das erste Immergrün hat den Weg in meine Teetasse gefunden – frische Kiefernnadeln. Sie schmecken mild und leicht zitronig. Eine Abkochung (genau wie Tee zuzubereiten) davon im Badewasser entspannt steife Gelenke und lockert die Muskulatur. IMG_20151110_162625

Auch im Winter hält die Natur für uns viele Möglichkeiten bereit, so zum Beispiel die Koniferen und die Mistel. Aus Kiefer, Fichte & Tanne lassen sich neben Tees auch Salbe und Sirup herstellen, reich an entzündungshemmenden Inhaltsstoffen und wohltuend für die Atemwege und den Bewegungsapparat. Mistelpräparate kauft man am besten am Kräuterstand oder in der Apotheke, da sie unter Naturschutz stehen. Einen Misteltee setzt man übrigens kalt an, läßt ihn einige Stunden, bspw. über Nacht ziehen,seiht ab und erhitzt nur die fertig abgeseihte Flüssigkeit, da sich ansonsten durch die Hitze schwach giftige Inhaltsstoffe aus der Pflanze lösen können. Die beste Zeit für das sammeln frischer Triebspitzen der Immergrünen ist der Juni – doch auch im tiefsten Winter finden sich noch genügend Wirkstoffe in den Bäumen. Beim sammeln sollte man wie immer genau bestimmen können, welchen Baum man vor sich hat – Eiben und einige Zypressenarten sind giftig! Ein gutes Bestimmungsbuch oder eine Exkursion mit Fachkundigen hilft da weiter.

Wie habt ihr den gestrigen Neumond empfunden? Ich hatte ein starkes Rückzugsbedürfnis und hätte mich am liebsten nur im Bett eingeigelt. Der Astrologe David Zunker brachte es treffend auf den Punkt: Neumond im Skorpion, eine Zeit, sich an den persönlichen Sinn im Leben zu erinnern und ihn zu stärken. Ach ihr Lieben, was gibt dem Leben den meisten Sinn, wenn nicht das Wissen um den Tod. Empathie war ein weiteres Wort, um das es bei diesem Neumond ging. Besser gesagt, die intensive Auseinandersetzung mit dem Begriff und den zugehörigen Gefühlen. Und das Wort Extreme. Dinge ausschöpfen, ihnen auf den Grund gehen und so tief hinabzusteigen in die Unterwelt, dass man vielleicht vergisst, wie man wieder zurückkommt. Es ist die Zeit, in welcher ein Mann, eine Frau, eine Göttin oder ein Gott hinab in die Unterwelt steigen und dort verweilen müssen, bis ihre Wiederauferstehung einen neuen Frühling bringt. Hier noch ein Song, der diese Energie gut einfängt Love Crime

Oh, the skies, tumbling from your eyes
So sublime, the chase to end all time
Seasons call and fall, from grace and uniform
Anatomical and metaphysical

Oh, the dye
A blood red setting sun

Rushing through my veins
Burning up my skin

I will survive, live and thrive
Win this deadly game

Love crime
Love crime

I will survive, live and thrive
I will survive, I will survive
I will

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