Pflanzenträume, Ostern und TheWildUnknown

In zwei aufeinander folgenden Nächten begegnete ich im Traum in den Wäldern einer Pflanze. Ich kannte sie, erinnerte mich auch an ihren Namen, Einbeere. Meist zeigt sie sich 4 blättrig, mit einer einzelnen Blüte in der Mitte, aus der später eine Beere entsteht. Ihr befremdliches Äußeres hat die Menschen stets ein wenig geängstigt und so wurde die Einbeere als Teufelsauge oder typische Hexenpflanze geächtet. Heute wissen wir, dass sie zwar giftig, aber wie so oft bei giftigen Pflanzen, eben auch heilkräftig ist. Homöopathisch verdünnt findet die Einbeere, deren botanische Bezeichnung Paris quadrifolia ist, Verwendung als Mittel gegen Migräne und Nervenschmerzen, sowie Nervöse Herzbeschwerden.

Prinz Paris aus der griechischen Mythologie lieh der Einbeere ihren botanischen Namen, quadrifolia bedeutet 4-blättrig. Von dieser Pflanze zu träumen, ist für mich sehr bedeutungsvoll, denn ich leide unter besagter Migräne, ebenso wie unter Nervösen Herzbeschwerden. Wenn sich eine Pflanze auf diese Weise offenbart, ist das einfach nur eines – magisch. Auch das ist für mich Kräuterkunde – eine Verbindung zu den unsichtbaren Kräften des Landes, eine Verbindung, die über das augenscheinliche hinausgeht. Dazu braucht es eine gehörige Portion Vertrauen. Nicht nur Vertrauen zu den Pflanzen und ihren Kräften, sondern auch Vertrauen in sich selbst. Das hat man nicht immer, zugegeben. Aber es wird gestärkt, mit jedem neuen Erfahrungsschatz, mit jedem Aufenthalt in der Natur. TheWildUnknown

Es bleibt magisch, denn ich möchte euch mein neues Tarotdeck nicht vorenthalten. Es ist „The Wild Unknown“ von Kim Krans. Ich bin schon lange hinter diesem Deck her und musste vor einigen Monaten feststellen, dass es komplett ausverkauft war! Zum Glück hat Kim eine 2nd Edition herausgebracht, danke dafür 🙂 Ich bekam es jetzt endlich zum Geburtstag, musste aber trotzdem noch einige Tage geduldig warten, da es im Zoll festhang. Die ersten Legungen mit einem neuen Deck ergeben bei mir meist unschlüssigen Kauderwelsch, so auch dieses mal. Es scheint, als müsse man sich erst einmal „bekannt“ machen. Hallo Tarot, ich bin Claudia, hallo Claudia, ich bin noch ein wenig verwirrt von der deutschen Bürokratie, mit der ich während meiner Reise zu dir konfroniert wurde 😉 Wir wurden schnell Freunde!

OsterfeuerAuch, wenn die Tarotberatung derzeit ruht, weil einfach die Kräuterkunde mehr Zeit einfordert, werde ich zwischendurch mal berichten, wie sich die Arbeit mit dem Deck noch entwickelt. Hat jemand von euch dieses Tarot? Schreibt doch mal, wie es bei euch läuft, falls ja. Ostern ist schon wieder vorbei, aber der Frühlingshauch, den dieses Fest immer mit sich bringt, wirkt nach. Wir waren dieses Jahr beim Osterfeuer und ich finde generell, dass wir Menschen mehr Zeit an Lagerfeuern verbringen sollten. Beim Osterfeuer musste ich aber leider die Erfahrung machen, dass die Menschen nicht mehr wissen, wie man feiert. Es glich dann doch eher einer Trauerfeier und selbst da hab ich schon fröhlichere erlebt (zumindest beim Nachcafé). Alle stehen herum und warten auf – ja auf was eigentlich? Kurt Cobain hat das schon gut erkannt:“Here we are now – entertain us!“ Ich hätte ja Vorschläge gemacht, aber ob die so gut angekommen wären… 😉

Nervenkitzel brachte dafür der Spaziergang am Ostersonntag, wo ich mich mitten im Gewitter auf freiem Feld wiederfand! Blitze zuckten überall um uns herum und ich dachte, gleich war`s das. Vom Blitz erschlagen und verdampft. Als es endlich aufhörte, waren wir nass bis auf die Haut, aber wir wurden mit einem der schönsten Regenbögen entschädigt, die ich je gesehen hatte! Ich hätte ihn beinah gefunden, den Topf mit Gold…Bifröst, die Regenbogenbrücke nach Asgard, spannte sich über den Himmel und der Anblick half, das Adrenalin, das noch durch mein Blut zirkulierte in einen angenehmen Rausch umzuwandeln. Bifröst

Meine bessere Hälfte war sowieso glückselig, hatte er doch nach einem halben Jahr Suche sein elektronisches Haustier Karl, den Drohnenkäfer wiedergefunden! Einfach so, aus dem Nichts, tauchte das damals abtrünnig gewordene Flugobjekt vor ihm auf! Also, ganz ehrlich, ich hätte nicht mehr damit gerechnet, dass wir Karlchen wiederfinden, geschweige denn, dass er noch fliegt, aber er ist vollkommen in Ordnung. Kopfschüttel 😉 So war Ostern doch höchst magisch, ich hoffe, auch für euch 🙂

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3 Gedanken zu “Pflanzenträume, Ostern und TheWildUnknown

  1. Das klingt nach schönen und magischen Ostern 🙂
    Das Wild Unknown Deck ist so schön! Ich habe es vorletztes Jahr von meiner besseren Hälfte zu Weihnachten bekommen und benutze es seither am liebsten. Komme irgendwie besser damit zurecht als mit dem Wildwood Tarot, mit dem ich angefangen habe. Die Zeichnungen sprechen mich irgendwie auf einer grundlegenden Ebene mehr an, das macht das Lesen leichter. Die Anlaufschwierigkeiten, die du beschrieben hast, hatte ich mit dem Deck gar nicht, die Chemie stimmte von Anfang an 🙂

    • Hallo Isa, diese andere Ebene des Decks, die du ansprichst – so empfinde ich das auch. Ich liebe auch das Wildwood Deck, aber es liest sich für mich eher wie Orakelkarten, während das TWU die Bedeutungsebene eines klassischen Tarotdecks um ein vielfaches ergänzt. Das ist mir bei 2 Karten besonders aufgefallen: 7 Stäbe und 8 Pentakel.

  2. Pingback: Daughter of Pentacles. Or: Planning to get shit done. « » Bellatrix Minor

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