Von Sternenkulten & gefallenen Engeln

Unsere Geschichte von Sternenkulten & gefallenen Engeln führt uns so weit zurück in die Vergangenheit, dass selbst die ältesten Überlieferungen sich ihrer nur erinnern. Wir stehen in einer kargen Landschaft, übersäht von Megalithbauten, wie Stonehenge und Pömmelte, im heutigen Gebiet des Iran. Wir befinden uns am Ende der letzten Eiszeit. Die steinernen Megalithbauten dienten als Stern Observatorien, ebenso als Begräbnisstätten mit einem lebendigen Ahnenkult. Die Menschen glaubten daran, dass ihre Ahnen die Gestalt von Raubvögeln annehmen würden und man ihnen auf einsamen Berggipfeln begegnen konnte. schwanenfederhuehnergott

Wir machen einen Zeitsprung und begegnen den im babylonischen Exil lebenden Juden, welche während ihres Aufenthaltes in Babylon ab ca. 539 v.Chr.  mit der Religion der Magi (etymoligische Wurzel des heutigen Wortes Magie…) in Berührung kamen. Die Priesterkaste der Magi verehrte himmlische Wesen von glänzender Gestalt, Lichter am Nachthimmel, Sterne die lehrten. Hinweise auf ein „himmlisches Konzil“ zeichnen Yahwe als ein einstmals bloßes Mitglied dieses himmlischen Konzils, einen Windgott, den anderen gleichgestellt. Aus diesen frühen Einflüssen des Judentums entwickelte sich später die christliche Religion des einen Gottes, der über die Engel herrscht und dem sie als himmlische Botschafter dienen.

Sonnenuntergang

Sonnenuntergang

In den Büchern Henoch  finden wir die Geschichte der gefallenen Engel. Diese als Wächter bekannten „Söhne Gottes“ erblickten die Töchter der Menschen und schlossen einen Pakt, demnach einer von ihnen, Shemhayza, die Schuld auf sich nehmen würde, sollte diese Verbindung je geahndet werden. Und sie wurde geahndet. Durch die Verbindung von Engeln und Menschen erblickten die Nephilim das Licht der Welt. Diese werden als riesenhafte Wesen beschrieben, mit besonderen Kräften ausgestattet und ihre Gräber glaubte man in den steinernen Ruinen der Megalithbauten zu erkennen. Die Nephilim brachten großes Leid über die Menschheit, woraufhin Gott die Sintflut schickte, um sie für immer vom Antlitz der Welt zu tilgen.

Die Wächter jedoch lehrten die Menschentöchter die Heilkunde, das graben von Wurzeln, die Kräuterkunde, das schmieden von Metall und die Herstellung von Kosmetik (Lidschatten aus geriebenen Mineralien). Sie lehrten sie ebenso die „dunklen und gefürchteten Künste“ (Abtreibung, schwarze Magie und die Weissagung mittels der Kunde vom Lauf der Gestirne – die Astrologie). Für dieses Vergehen wurde einer der Wächter, Azazeel kopfüber an einem Baum aufgehangen und seiner Seele beraubt – man warf diese an den Nachthimmel und dort sehen wir sie noch heute in Gestalt des Sternbildes Orion…

Hallenhaus Halde Norddeutschland

Hallenhaus Halde Norddeutschland

Die Beschreibung der Söhne Gottes mit einem Gewand, welches an Federn erinnert und dem Gesicht einer Viper erweckt den Eindruck einer anthropomorphen Gestalt. In den Büchern Henoch unternimmt besagter Henoch (ein von der Erde in den Himmel „Entrückter“) eine Reise in die 7 Himmelreiche, die aufgrund ihrer Beschreibung stark an den Seelenflug oder die Astralreise eines Schamanen erinnert. Auch hier begegnet uns das Bild eines „Mantels aus Federn“ (so beschreibt Henoch die beiden Engel am Fuße seines Bettes), wie ihn die Ahnen von Eingangs des Artikels getragen hatten, um in Gestalt eines Raubvogels ihre Seele ausfliegen zu lassen.

Der „gefallene“ Engel (sie gingen nieder am Berg Harmon -„aber wir werden sterblich wie Menschen und fallen wie einer der Prinzen“ Psaml 82) bezeichnet die Inkarnation himmlischer Lehrer in Fleisch und Blut. Der Fall ist nicht gleichzusetzen mit der anschließenden Strafe und Verbannung oder gar dem Höllensturz. Die „Strahlenden“ stürzten freiwillig.

Himmelstreppe Halde Norddeutschland

Himmelstreppe Halde Norddeutschland

Die Masse an Material zu diesem Blogbeitrag läßt nur einen kurzen Auszug zum Thema zu. Ich habe deshalb einige Quellenangaben für euch dagelassen, sollte jemand Lust auf eigene Recherchen haben. Wissen führt zu noch mehr Wissen und Fragen oft zu noch mehr Fragen. Was ich mit meinem Beitrag bezwecke, ist, zu zeigen, woher ich komme, was mein Ansatz für meine Arbeit ist und worauf alles fußt, was mich belebt und begeistert. Meine Angebote gründen auf Recherche, auf einer tiefen Liebe zur Mythologie und der Erkenntnis, das je weiter wir in der Geschichte der Menschheit und der Religionen zurück reisen, wir irgendwann zu einem gemeinsamen Ursprung finden. Jede Geschichte ist mehr als die Summe ihrer Teile und manchmal finden wir Antworten an Orten, an denen wir nie zu suchen geträumt hätten.

Quellen:

1. & 2. Buch Henoch

Die Bibel

Julia & Derek Parker „Astrologie kompakt“

Peter Grey „Lucifer Princeps“

Andrew Collins „From the ashes of angels – the forbidden Legacy of a fallen race“

Entlang der alten Bahngleise

Eine meiner Kräuterführungen geht entlang der stillgelegten Bahngleise. Nur selten fährt dort der „Schluff“, ein Zug als touristische Attraktion, vorbei am bilderbuchhaften Hülsdonker Bahnhof, wo man abends draußen im Biergarten sitzen und Glühwürmchen beobachten kann. Ich habe mir gestern überlegt, den Weg zu kartieren und bin auf Pflanzen gestoßen, die ich dort vorher nie gesehen habe! Z.B. muss irgendwer kürzlich einen Johannisbeerstrauch dort gepflanzt haben 😉 …die Birken waren auch nicht weiter hinten im Unterholz…grins. Ernsthaft – diese Route ist eine, wo man auf 100m Strecke so viel entdecken kann, dass man damit 2 Stunden gefüllt bekommt. Das kleine Waldstück, das angrenzt, ist von seltsamer Natur. Ich war dort unzählige male und doch entdecke ich immer neue Wege. Gestern auf einmal fanden wir uns erneut an einer Stelle im Wald wieder, an die weder mein Freund, noch ich uns erinnern konnten, obwohl wir sicher waren, dem Weg wie immer gefolgt zu sein. Na und was wuchs da mit seinen teilweise noch eingerollten Wedeln? Farne. Farne

JohannisbeerstrauchWahrscheinlich machen sich die Feen in diesem Wald einen Spaß daraus, Menschen in die Irre zu führen! Wenn man den Farn (übrigens der einzige!, der im ganzen Wäldchen zu wachsen scheint) und die vielen Glühwürmchen zusammen rechnet, dann könnte man wirklich auf die Idee kommen, hier sind kleine übernatürliche Wesen am Werk. Neben dem Versuch, alles zu kartieren, wollte ich auch zu meiner Kreuzung im Wald, denn ich hatte beim letzten mal keine Opfergabe dabei und versprochen, beim nächsten mal was mitzubringen. Nach entsprechender Vorbereitung goss ich einen guten Schluck meines selbst hergestellten Rosenlikörs auf die Erde und wartete, bis es eingesickert war. Dann bedeckte ich die Stelle wieder mit Erde und Laub. Auf dem Friedhof neben dem Waldstück tat ich dasselbe mit meinen Ahnen und meinem Freund – wir tranken einen guten Schluck zusammen. Von dort aus besuchten wir noch das Grab des Kabarettisten, dessen Herz sehr an dieser Region hing und der ganz sicher einmal einer der Alten wird, die wir die Genii Loci nennen.

Zum Abschluß der kleinen Reise entlang der alten Bahngleise lasse ich euch noch den Link zu meiner neuen Homepage www.kraeuterseele.com da. Dort findet ihr meine Angebote für Kräuterführungen und Seminare am Niederrhein mit den ersten Terminen. Ich würde mich freuen, wenn ihr vorbeischaut und falls ihr mal in der Gegend seit – vielleicht sieht man sich?

Von Großmüttern und Kleinen Ahnen

Seit einiger Zeit läßt mich der Mythos um Frau Holle nicht mehr los. Die Vorstellung des Totenreiches als lichte Unterwelt, mit Apfelbäumen und Wildblumenwiesen, die Welt, die auf dem Kopf steht. Die weise, etwas unheimliche Alte, die sich um die Seelen der Verstorbenen kümmert und zugleich den Seelen auf die Welt hilft. Die Hebamme, die sieht, welche Seele da auf dem Weg ins irdische Dasein ist, die „Hebe-Ahnin“, die ihnen den Weg ins Diesseits ebnet und die Totenwäscherin, die den Seelen den Weg in die Anderswelt weist. Ich las, dass „Enkel“ die Bedeutung von „kleiner Ahne“ hat. Dann denke ich zurück an meine Oma, die wirklich eine weise Frau war. Sie hatte die Ruhe weg, wenn ich mit meinen Kusinen, im schlimmsten Pubertätsfieber, bei ihr übernachten durfte und sie uns erlaubte, auszugehen, immer mit ein paar wichtigen Regeln, die da lauteten – ihr bleibt zusammen und keine von euch kommt allein nach Hause. Ich erinnere mich an Abende, wo wir nicht loszogen, sondern zusammen mit ihr Wein tranken und bis fast zum Morgengrauen erzählten, was so schön war, dass wir kein Bedürfnis mehr nach Party hatten 😉

Im Nachhinein waren das richtige Frauenkreise. Meine Oma war eine sehr moderne Frau, die uns immer beigebracht hat, dass wir Mädchen was ganz besonderes sind. Sie besaß eine natürliche Autorität, kannte viele Geheimnisse und hatte eine Wahnsinnsgeduld. Man konnte nichts vor ihr verbergen, und Lügen hat sie gehaßt. Einmal hatten meine Kusine und ich uns an ihrem Rum bedient, den sie immer zum backen nutzte und obwohl es nur ein Schluck für jede war (der Hals brannte einfach zu sehr), kam meine Oma dahinter und die Hölle war los! Wenn wir aber gefragt haben, ob wir mal ein Glas Wein probieren dürfen, war das kein Thema. Sie erschuf einen schützenden Raum für uns Mädchen, ohne uns zu bevormunden und wies uns ganz automatisch den Weg. Ich muss im Moment sehr oft an sie denken und ich glaube, diese alte Göttin hat damit zu tun. Ich liebäugele derzeit mit einer kleinen Steinfigur, der Venus von Willendorf. Im Tarot begegnet mir öfter die Karte „die Ahnin“ und ich will gar nicht von der Macht und der Verbindung zu den 3 Nornen anfangen, denn das ist schon fast unheimlich geworden.

Keiner meiner Zauber war je so mächtig, wie die Runenzauber, bei denen die Macht der Nornen eine entscheidende Rolle spielte. Das seltsame dabei war immer, dass ich diese Zauber danach wirklich völlig vergessen habe, genauso wie die 3 Weisen selbst. Nur in Momenten allergrößter Dringlichkeit komme ich darauf, mich hilfesuchend an diese Schicksalsfrauen zu wenden. Wehe, die Naudiz Rune taucht auf, oha…ich bin, wie jeder weiß, der Göttinnenspiritualität gegenüber eher kritisch eingestellt. Aber das hier ist anders, es scheint wirklich meinem Verständnis von Ahnenkult zu entsprechen. Gestern abend kam mir der Gedanke, dass es kaum Alternativen zu christlichen Begräbnissen gibt. Wenn man keinen Pfarrer bestellt, kann man sich zwar einen Freiredner organisieren, aber für wirklich heidnische Begräbnisse gibt es meines Wissens nach in Deutschland keine Stelle, an die man sich wenden könnte. Mein Freund ärgerte mich schon wieder mit den Worten, ich könne ja umsatteln und ein Beerdigungsinstitut eröffnen, aber ich glaube nicht, dass ich das könnte. Andererseits macht mich der Gedanke nicht traurig, ich empfinde die Vorstellung in Bezug auf eine lichte Unterwelt als sehr tröstend.

Wenn ich mir meine Vergangenheit so ansehe, muss ich sagen, es wäre beinahe vorgezeichnet, sich in dieser Richtung mehr Gedanken zu machen. Was mich immer interessiert hat, war, Rituale für andere zu entwerfen, auch solche, die von Abschied künden. Ich will aber gar nicht wissen, das da rechtlich dran hängt. Im Moment tauche ich nur für mich selbst ein ins Thema und zwar mit all seinen Facetten. Es ist so weitläufig, das Thema Ahnenkult und es schließt Orakel ebenso mit ein, wie „Seelsorge“(?). Es tut richtig gut und ich genieße es erstmal, ohne gleich wieder Pläne zu schmieden. Vielleicht ist es auch ein Wink mit dem Zaunpfahl, dem vergrabene Thema zum geplanten und wieder verworfenen Ahnenkurs neues Leben einzuhauchen.

Auf ganz realer Ebene tut sich derzeit auch was, ich wurde gefragt, ob ich mir vorstellen könnte, einem Orchester beizutreten. Mein Gitarrenlehrer fragt mich jede Woche aufs Neue und ich bin mir nicht richtig grün. Es bedeutet, üben üben üben und ein weiterer Abend in der Woche mit festem Termin, so wie Auftritte an den Wochenenden. Die Auftritte halten sich zeitlich wohl noch in Grenzen, aber eigentlich wollte ich nicht mehr Zeit in ein Hobby investieren, sondern in „materielle Bedürfnisbefriedigung“. Wenn man von Luft und Liebe leben könnte, wäre ich gut versorgt 😉 Vielleicht läßt sich über die Gage verhandeln, hahaha, aber wohl eher nicht. In diesem Sinne, euch allen einen guten Start in die Woche.

Samhain…

Was ist so magisch wie der Herbst? Die bunten Blätter, das goldene Licht, die ersten aufsteigenden Nebel und die berüchtigten Herbststürme, die Anfang November die letzten Farbtupfer von den Bäumen fegen. Jetzt beginnt die Zeit der Finsternis.

In alten Zeiten feierte man das keltische Totenfest Samhain. Man glaubte, die Toten steigen aus ihren Gräbern und wandeln unter den Lebenden, bis sich die ersten Frühlingsboten zeigen. Da nicht jeder Tote auch automatisch ein angenehmer Zeitgenosse war, brachte man Opfer dar, um sie zu beschwichtigen und sie von sich und seinem Heim fernzuhalten. Solche Opfergaben konnten aus Wein, Milch und Honig, Tabak und Münzen bestehen.

Zu Hause hüllte man sein Heim in Feuerschein, stellte Kerzen in die Fenster, um einerseits den eigenen, lieb gewonnen Ahnen den Weg zu leuchten und um das „fiese Gesindel“ (auch böse Elfen, Schwarzelfen) fern zu halten, denn dieses zieht die Schatten vor. Man stellte einen Extrateller mit Speisen und Getränke bereit, während man auf den Türschwellen wieder jene Opfer ablegte, die unsere Dunklen Gesellen beschwichtigen sollten.

Bevor die Amerikaner aus der irischen Sage um Jack o´Lantern das Halloweenfest machten, höhlte man keine Kürbisse, sondern Rüben aus. Dieser Brauch lebt heute wieder in den Kindergärten auf, wie ich mit Freude festgestellt habe! Die Rübengeister (siehe auch Rübezahl) sind kleine Gestalten, denen man eine Zeitlang Leben einhauchte, doch sie sind gleichzeitig ein Symbol für Vergänglichkeit, wenn sie wieder in sich zusammen fallen.

Samhain rührt an die Urängste. Seine morbide Schönheit berührt die Areale in unserem Unterbewußtsein, die uns durch ihre Kraft in einen regelrechten Sog hineinziehen können. Unsere heutigen Schwarzelfen tragen Namen wie Depressionen, Melancholie, Grippe und unerfüllte Sehnsüchte. Um aktiv mit seinem Unterbewußtsein arbeiten zu können und die schönen Seiten des Rückzugs ins eigene Heim und ins eigene Innere antreten zu können, helfen uns kleine Rituale wie das folgende.

Gestern Abend, im Zwielicht, zwischen Tag und Einbruch der Dunkelkeit, sind wir nochmal los gelaufen, um den Friedhof zu besuchen, wo meine Angehörigen begraben liegen. Wir machten einen Umweg durch das angrenzende Waldstück, um dort an einem besonderen Baum ein Opfer für die darzubringen, die nicht zum Kreis meiner direkten Ahnen gehören.

Zuvor hatte ich ein kleines Schraubglas mit Wein, Milch und Wacholderbeeren gefüllt, sowie einen einfachen Lavendel-Räucherkegel eingesteckt. Da mich eine heftige Grippe erwischt hat, mit Fieber und allem, was dazu gehört, glich der Spaziergang eher einer Pilgerfahrt im Schneckentempo, aber irgendwann kamen wir an ;)

Ich hüllte uns in einen Schutzkreis, denn um diese Jahreszeit ist das ratsam und nutzte die Kraft des Baumes als Symbol für den Weltenbaum, dessen Wurzeln sich bis tief hinab ins Reich der Toten graben, während seine Krone das Reich der Götter durchdringt. Manche arbeiten mit Gottheiten, welche die Schwellen hüten, doch für mich ist die Rune Eiwaz über die Jahre zum Schlüssel für die Tore in die anderen Welten geworden.

Ich schüttete das Glas mit den Opfergaben aus und flüsterte dazu meine Sprüche, erklärte mein Vorhaben und schloss danach wieder gut hinter mir ab ;) Wir verließen den Ort schweigend und ohne uns umzudrehen, denn es heißt, dass dir großes Unglück wiederfährt, wenn du es doch tust.

Der Weg führte weiter zum Friedhof, wo es nun schon ziemlich dämmrig geworden war. Vereinzelt leuchteten rote Grableuchten auf und wir besuchten nacheinander die Gräber meiner Leute. Die Angehörigen meines Partnes liegen zu weit weg, als dass wir sie besuchen könnten, aber er meint, er trägt sie immer im Herzen und wir schlossen sie in Gedanken mit ein. Bei meinen Opas war es mir ein Bedürfnis, sie darauf hinzuweisen, sich bitte in der Zeit ihrer Heimsuchung auf Erden halbwegs zu benehmen ;)

Am Grab meiner Oma und Urgroßeltern zündeten wir schließlich den Räuchergekel an und luden sie ein, mit uns Samhain zu feiern. Wir setzten uns auf die nächste Bank und ich mußte echt verschnaufen, weil mir der Schädel dröhnte von dieser heftigen Grippe. Die Krähen machten ordentlich tamtam in der großen Eiche und die kleinen flinken Fledermäuse sausten an uns vorbei.

Als ich nicht mehr wie eine Dampflok schnaufte, traten wir langsam den Heimweg an, vorbei an den Schatten hinter den Grabsteinen, dem knacken im Gebüsch und dem roten Schein der Kerzen. An Samhain direkt werden wir unseren Ahnentopf neu befüllen und am Abend gibt es einen Trank, der die Seele darauf vorbereitet, zu den Ahnen zu reisen.
Gruseliges Samhain euch allen…