Tierkreiszeichen Widder in der Astromedizin

Weiter geht es in der Reihe Astromedizin mit dem Tierkreiszeichen Widder.

In der Astromedizin werden den Tierkreiszeichen bestimmte Körperbereiche und Krankheiten zugeordnet. Die Planeten hingegen repräsentieren Organe und Organsysteme. Dass mir aber jetzt bitte keine/r denkt, irgendwelche der genannten Beschwerden bekommen zu müssen, nur weil er/sie Widder ist! Man sollte auch vorsichtig sein, wenn es um Prognosen in dem Bereich geht – nicht den Teufel an die Wand malen – die Dinge können sich auf so unterschiedliche Art und Weise manifestieren. Da man Pflanzen, Steine und Tiere ebenfalls Planeten zuordnen kann, läßt sich für eine Erkrankung ein individuell passendes Kraut, Mineral/Metall oder Tier finden. Wer aber denkt, dem Widder helfen nun automatisch auch die dem Mars zugeordneten Kräuter, der irrt. Um die entsprechenden Pflanzen auszuwählen, nutzt man die Signaturenlehre – die Zeichensprache der Natur.

Jean Limburg: “Der anatomische Mensch“, aus dem Stundenbuch des Jean Duc de Berry (Très Riches Heures du Duc de Berry ), 15. Jahrhundert – Musée Condé, Chantilly, Ms. 65

  • Widder Zeit: 21. März bis 20. April – Frühlingsanfang
  • Element: Feuer
  • Modus: kardinal – Haus 1
  • Herrscher: Mars
  • Körpersysteme: Kopf, Gesicht (besonders Stirn), Nase, Mund und Augen, einschließlich Sehnerven und Augenlinse. Das Gehirn einschließlich seiner Blutgefäße, Bewegungszentren und Frontal- und Seitenlappen. Cerebro-Wirbelsäule und Muskulatur. Zähne (mit Saturn + Stier), insbesondere Oberkiefer.
  • Ungleichgewicht und Krankheiten: Neigt zu Exzess, Kopfschmerzen, schmerzende Augen und schlechtem Sehvermögen. Spannungskopfschmerzen. Entzündungen, insbesondere wenn zu viel Energie vorhanden ist, Trockenheit und Hitze. Muskelkrämpfe. Poröse Blutgefäße, besonders im Kopf. Psychische Beschwerden und Störungen des Gehirns, einschließlich Verengung im Gehirn, Gedächtnisverlust, Delirium durch Blutandrang zum Kopf, Enzephalitis, Epilepsie. Kann emotional sehr harsch sein, was sich manchmal als Hautausschlag auf Kopf, Gesicht und Ohren manifestiert und zu Symptomen wie sehr roter oder entzündlicher Akne führt. Ärger, Arroganz und zu viel Platz einnehmen. Hautprobleme einschließlich Gürtelrose, Masern, Windpocken. Muskelkrämpfe im Gesicht, Gesichts-Tics und wunder oder verkrampfter Kiefer sowie Schwellungen im Gesicht. Migräne, insbesondere wenn sie durch Ärger und / oder Irritationen ausgelöst wird. Alle Hitze- und Trockenheitskrankheiten. Haarausfall auf dem Oberkopf, manchmal auch übermäßiger Haarwuchs. Unkontrollierter Ärger, „Rot sehen“. Anfälle von Schwindel und Hyperaktivität. Schlaflosigkeit aufgrund von Nierenstörungen. Lähmung des Gesichts. Schlaganfall, rheumatisches Fieber, Rheuma und Blutungen. Konjunktivitis.
  • Heilmittel für unausgeglichene und / oder geschwächte Widder: Kühlung, einschließlich kühlender Kräuter in Form von Tees und Bädern. Entspannung der Nerven und befeuchtende Kräuter (bei übermäßiger Trockenheit). Stille. Aktives Zuhören und Kommunikationstraining inklusive Aktivitäten, die es dem Widder ermöglichen, seine Kampfkraft angemessen auszudrücken, darunter sportliche Wettkämpfe, Intervalltraining mit hoher Intensität und das Erlernen einer Kampfkunst oder Selbstverteidigung.
  • Geschenke des Widders: Energie, Sportlichkeit, Tapferkeit, Mut, die Energie des Neuanfangs, Frische, Spontanität und Vitalität, einmal mehr aufstehen, als man niedergeschlagen wurde.
  • Die Natur zur Widder Zeit: Mit Eintritt der Sonne ins Tierkreiszeichen Widder beginnt der Frühling! Tag und Nacht sind genau gleich lang und das astrologische neue Jahr beginnt. Die Vögel singen schon früh morgens ihr Lied und die Wildkräuter strecken sich freudig dem Licht der Frühlingssonne entgegen. Besonders vitaminreich, blutbildend und eisenhaltig sind die jungen, noch rostrot bereiften Brennesseln unter der Schirmherrschaft des Mars! Die Qualität der Widder Zeit: Jetzt oder nie!

Bald geht es weiter mit dem Stier!

Hinweis: Die Deutung des Geburtshoroskops nach astromedizinischen Gesichtspunkten dient dem historischen Interesse und der Information. Keinesfalls soll damit eine medizinische Aussage getroffen werden.

Tierkreiszeichen Fische in der Astromedizin

Weiter geht es in der Reihe Astromedizin mit dem Tierkreiszeichen Fische.

In der Astromedizin werden den Tierkreiszeichen bestimmte Körperbereiche und Krankheiten zugeordnet. Die Planeten hingegen repräsentieren Organe und Organsysteme. Dass mir aber jetzt bitte keine/r denkt, irgendwelche der genannten Beschwerden bekommen zu müssen, nur weil er/sie Fische ist! Man sollte auch vorsichtig sein, wenn es um Prognosen in dem Bereich geht – nicht den Teufel an die Wand malen – die Dinge können sich auf so unterschiedliche Art und Weise manifestieren. Da man Pflanzen, Steine und Tiere ebenfalls Planeten zuordnen kann, läßt sich für eine Erkrankung ein individuell passendes Kraut, Mineral/Metall oder Tier finden. Wer aber denkt, den Fischen helfen nun automatisch auch die dem Jupiter oder Neptun zugeordneten Kräuter, der irrt. Um die entsprechenden Pflanzen auszuwählen, nutzt man die Signaturenlehre – die Zeichensprache der Natur.

Jean Limburg: “Der anatomische Mensch“, aus dem Stundenbuch des Jean Duc de Berry (Très Riches Heures du Duc de Berry ), 15. Jahrhundert – Musée Condé, Chantilly, Ms. 65

  • Fische Zeit: 20. Februar bis 20. März – Vorfrühling
  • Element: Wasser
  • Modus: Flexibel – Haus 12
  • Herrscher: Jupiter (traditionell), Neptun (modern)
  • Körpersysteme: Füße und Zehen. Alle Körperflüssigkeiten einschließlich Gelenkflüssigkeiten, Schleim und Blut. Lymphe, Drüsen- und Endokrines System. Die Fähigkeit von Geweben und Körpersystemen sich zu entspannen. Zirbeldrüse. Abdomen.
  • Ungleichgewicht & Krankheiten: Krankheiten, die kalt und feucht sind, einschließlich Influenza, Tuberkulose, Erkältungen und Ungleichgewichte mit übermäßigem Schleim und Ausfluss wie laufende Nasen und tränende Augen. Lungenempfindlichkeit im Allgemeinen. Übermäßige und überentwickelte Empfindlichkeit. Schwache Vitalität und kranke Konstitution. Lymphschwellungen und Erkrankungen des Lymph-, endokrinen und Drüsensystems. Autoimmunerkrankungen. Pilz- und Viruserkrankungen. Umwelt- und chemische Empfindlichkeiten und Allergien. Chronische Müdigkeit. Alle Erkrankungen der Füße einschließlich Gicht, Fußpilz, Pilzinfektionen, Ballen und eingewachsene Fußnägel. Klumpfuss.  Schwellung und Wassereinlagerungen. Narkolepsie. Sucht und Drogenmissbrauch. Furunkel, Wunden und Ausbrüche der Haut. Vergesslichkeit. Alzheimer und Senilität. Schlechtes Blut. Ungeordnetes Essen, besonders Überessen oder emotionales Essen. Niedrige Libido. Krankheiten psychischer Natur. Unentschlossenheit, unvorsichtig und vage. Stimmungen wie Melancholie, die zu Flucht aus der Realität führen können. Kann schlecht Bodenhaftung herstellen (Erdung). Unpraktisch, mangelnde Disziplin und selbstzerstörerische Neigung. Sie neigen dazu, den Launen anderer zu folgen. Überwältigt von den Emotionen anderer oder Verwirrung der Emotionen durch mangelnde Abgrenzung (Empathie). Erhöhte psychische Sensibilität. Depression. Opferrolle und Martyrium sowie mangelnder Glaube an sich selbst.
  • Heilmittel für unausgeglichene und / oder geschwächte Fische: Immunmodulierende und anregende Kräuter, Adaptogene (Homöostase) und wärmende Kräuter, die überschüssige Feuchtigkeit austrocknen. Sanfte Anwendungen wie Massage, Blüten- und Edelsteinessenzen, Reflexzonenmassage, Meditation und Energieheilung. Aufnahme von sehr nahrhaften Lebensmitteln in die Ernährung. Viel Schlaf. Lernen, wie man feste Grenzen schafft und sich etabliert. Empathische Disziplin entwickeln und den Unterschied der Gefühle anderer und der eigenen Gefühle erkennen lernen. Poesie und Romantik bewusst einbinden.
  • Geschenke der Fische: Mystik, Empathie, Träume, Hellsichtigkeit, Idealismus, Empfänglichkeit, Intuition, jenseitige Transzendenz, Anpassungsfähigkeit, Auflösung der Getrenntheit und selbstlose Demut.
  • Die Natur zur Fische Zeit: Die ersten Weiden und Haselsträucher blühen, das Scharbockskraut und der Huflattich kommen hervor, Narzissen und Buschwindröschen zeigen sich, die ersten warmen Sonnenstrahlen wecken sanft die Natur. Die Qualität der Fische Zeit „alles hat einmal ein Ende.“

Bald geht es weiter mit dem Widder!

Hinweis: Die Deutung des Geburtshoroskops nach astromedizinischen Gesichtspunkten dient dem historischen Interesse und der Information. Keinesfalls soll damit eine medizinische Aussage getroffen werden.

Warum Kessel & Kerze?

Hallo ihr Lieben, ich hoffe, euch geht es gut! Ich weiss…ich habe lange nichts von mir hören lassen…wo war ich also in der Zwischenzeit? Na hier, am Niederrhein 😉 Beschäftigt mit kleinen Naturforschern und Kräuterwanderungen, Baumbegegnungen und Tierspurdetektiven 🙂 Aber natürlich ist das nicht der einzige Grund für die lange Abwesenheit im Blog, denn auch mein Privatleben hat einige Veränderungen erfahren. So habe ich zwischenzeitlich geheiratet und trage seit einigen Monaten einen kleinen Kräuterkrümel im Bauch herum 😉 Manche Outdoor Aktivität muss ich nun etwas einschränken, während mein Fokus wieder mehr auf der Erwachsenenbildung und zukünftig auch wieder auf Online Beratungen liegen wird. Ab August werde ich eine Pause bis zum kommenden Frühjahr einlegen und mich in dieser Zeit ganz der neuen Aufgabe widmen, Mutter zu sein (puh, wischt Schweißperlen von der Stirn!)

Heilstein Trio für Darm, Leber & Nieren: Smaragd, Serpentin & Prehnit

Um wieder hier im Blog anzuknüpfen, dachte ich, ich erzähle euch einfach, wieso meine Seite überhaupt Kessel & Kerze heißt. Da ist ja nix mit Kräutern drin (ha! aber…) Wer hier länger mitliest, der weiss, dass ich neben meiner Arbeit als Kräuterpädagogin auch Themen wie Astrologie und Heilsteine mit einbinde. Die Astromedizin hat es mir auch angetan, aber im Titel versteckt sich eigentlich ein uraltes, magisch-mystisches System, welches jahrtausendelang all diese wundervollen Einzeldisziplinen miteinander verknüpft hat – die Alchemie! Im Kessel der Verwandlung werden die Dinge durch Erhitzen (z.B. Kerzen-Flamme) getrennt, vermischt und neu zusammen gesetzt. Alchemie ist Männersache – so höre ich es oft von Teilnehmerinnen meiner Kräuterführungen. Das stimmt nicht so ganz – die erste Alchemistin soll eine Frau gewesen sein. Ihr Name war Maria und sie wirkte im alten Ägypten.

Der pflanzliche Teilbereich der Alchemie nennt sich Spagyrik (nach Paracelsus) und eine Besonderheit der spagyrischen Mittel ist die Anfertigung nach astrologisch berechneten Gesichtspunkten, sowie die Herstellung und Zugabe von pflanzlichen Kristallen, welche man durch den Kalzinationsprozess gewinnt. Diese stehen für das stofflich-körperbetonte Prinzip in der Alchemie und fehlen in den meisten herkömmlichen Präparaten. Spagyrische Medizin heilt auf allen Ebenen, der körperlichen, der geistigen und der seelischen Ebene. Die Alchemisten reden dann neben dem Sal noch vom Merkur und Sulfur. Neben der Arbeit im Labor (oder der eigens dazu umfunktionierten Küche) ist den Alchemisten aber vor allem der innere Prozess der Verwandlung wichtig. Außenstehende mögen denken, die Alchemisten wollten nur Blei in Gold verwandeln oder suchten ständig den Stein der Weisen (ich suche meine Heilsteine öfters, aber das liegt daran, dass meine Stubentiger sie so gern unters Bett kicken). Doch im Grunde ist die Alchemie ein Weg zur Selbsterkenntnis und Heilung. Und die meisten Kräuterbegeisterten, die ich kenne, sind selbst den Weg der inneren Heilung und Verwandlung gegangen, bevor sie sich entschieden haben, andere an ihrer Begeisterung teilhaben zu lassen.

Orte in der Natur sind oft schon heilsam, wenn man bloß still an ihnen verweilt

Jetzt wisst ihr also, warum es hier im Blog so still war. Wenn ich euch mit dieser kleinen Einführung neugierig gemacht habe, könnt ihr mir gern eure Fragen in die Kommentare schreiben. Und wenn ihr Interesse an mehr Information habt, schreibt mir, wie ihr euch einen Kurs oder eine Einzelberatung vorstellen würdet. Vielleicht wäre ein ebook auch eine Option? Ich wünsche euch einen herrlich grünen, sonnigen und nach Blüten duftenden Mai! Bis bald!

Wie finde ich das passende Heilkraut?

Wer kennt die folgende Situation? Man möchte nicht länger ausschließlich auf chemische, pharmazeutische Medikamente zurück greifen, sondern die eigene Gesundheit mit natürlichen Mitteln wieder herstellen. Am Beispiel von Kopfschmerzen würden die meisten Menschen deshalb wie folgt vorgehen – anstelle einer Kopfschmerztablette trinkt man nun Weidenrindentee. Zu der Erkenntnis, dass Weidenrinde schmerzlindernd wirkt, kommt man häufig durch einfaches suchen im Internet oder nachschlagen in entsprechenden Büchern. Unter Stichpunkt Kopfschmerz tauchen Kräuter wie Baldrian, Mädesüss, Lindenblüten, Weidenrinde u.v.m. auf. 

Diese Methode kann funktionieren, muss aber nicht. Wer nach einer halben Stunde noch immer von Kopfschmerzen geplagt wird, der denkt entweder, ok – ich probiere ein anderes Kraut aus – oder – Kräuter wirken vielleicht doch nicht oder sind zu schwach.

Aber warum wirkt der Weidenrindentee bei Person A und nicht bei Person B? Sehen wir uns zuerst an, wie viele Gründe es für Kopfschmerzen geben kann (Liste ist nicht vollständig):

  • Stress
  • Muskelverspannung
  • zu wenig Schlaf oder schlechte Schlafqualität
  • Nahrungsmittel Unverträglichkeiten
  • Hormonelles Ungleichgewicht (PMS)

Ein großer Unterschied zwischen der Schulmedizin und der Kräuterkunde besteht im Ansatz. Die Schuldmedizin behandelt symptombezogen. Kräuterkunde versteht den Menschen als ein komplexes Individuum und betrachtet ihn ganzheitlich. Der ganze Mensch mit seiner Konstitution, seinen Gewohnheiten und seinem Umfeld wird betrachtet. Ich werde immer wieder gefragt, welches Kraut ich wofür empfehle und ernte des öfteren hoch gezogene Augenbrauen, wenn ich antworte „so einfach ist das nicht“. Heilung ist viel komplexer als ein Pflaster auf eine Wunde zu kleben. Aber ich mache absolut niemandem einen Vorwurf, denn die mangelnde Aufklärung und unser reduktionistisches Denken liegen der Situation zugrunde. Die meisten Menschen wissen nicht einmal mehr um die wundervollen Möglichkeiten einer ganzheitlichen Kräuterkunde. 

Während wir weiter oben nach den Gründen für das Symptom Kopfschmerz gesucht haben, sehen wir uns nun den Menschen hinter dem Symptom an. Person A könnte folgende Eigenschaften besitzen:

  • Leicht reizbar
  • Laute Stimme
  • Trockene Haut
  • Wacht nachts oft auf
  • Treibt exzessiv Sport

Person B besitzt vielleicht folgende Eigenschaften:

  • Tagesmüdigkeit
  • Fettiges Haar
  • Kann sich nur schwer für neues begeistern
  • Spricht leise und sehr langsam
  • Bewegt sich wenig

Person A und B sind hier in unserem Beispiel sehr unterschiedlich beschreiben – A würde man in der 4 Elementelehre als warm und trocken einordnen, B bei kalt und feucht. Genau diese Einteilung von kalt, warm, trocken und feucht finden wir auch in den Pflanzen. Hier geht es allerdings nicht um eine messbare Temperatur, sondern um das empfinden, welches der Genuss der Pflanze in uns auslöst. Eine Gurke wird ganz andere Empfindungen auslösen, als eine Pepperoni, ein Melissentee ganz andere als ein Tee mit Ingwer. Verbinden wir nun die Qualitäten in den Pflanzen mit der Konstitution im Menschen, wird es uns viel leichter fallen, ein Kraut zu ermitteln, welches mit viel größerer Genauigkeit nicht bloß zu unserem Symptom paßt, sondern zu uns als Mensch.

Die 3. Säule dieser Heilmittelerkenntnis finden wir, indem wir unterscheiden, ob unsere Symptome akuter oder chronischer Natur sind. Wie lange habe ich schon diese Beschwerden? Ist es nur die alljährliche Erkältung, die mich erwischt hat oder bestehen die Beschwerden schon länger? In aktuten Fällen greifen wir wohl eher zu einem Kraut, welches genau entgegen wirkt, d.h. wir suchen uns ein Kraut mit den Eigenschaften kalt und feucht, wenn wir hohes Fieber und trockene Haut haben. Bei chronischen Beschwerden können wir nicht immer so vorgehen – hier gilt oftmals der Ansatz, dem die Homöopathie folgt – gleiches heilt gleiches. 

Die antike Elementelehre zeigt uns auch die Wichtigkeit der Einbeziehung unserer Sinne an. Geruch und Geschmack von Kräutern sind essentiell – sind sie es doch, die uns erste Erkenntnisse zur innewohnenden Qualität liefern. Ihre Vervollkommnung fand diese alte Lehre jedoch erst in Verbindung mit der Astrologie zu Zeiten des Paracelsus. Hier verschmolzen die Methoden der Antike mit dem Wissen des fahrenden Volkes, der Kräuterweiblein und Bauern und mit neuen Erkenntnissen aus der Wissenschaft.

Schon während meiner Ausbildung zur Buchhändlerin zeichnete sich ab, was ich heute in meine Arbeit mit Kräutern integriere. Ein Teil meiner Prüfung bestand aus der Wahl von 3 Literatur Epochen, die detalliert abgefragt wurden. Ich wählte u.a. die Renaissance. Dort begegneten mir Agrippa von Nettesheim, Nicholas Culpepper und Paracelsus. Gelehrte an der Schwelle zu einem neuen Zeitalter – nicht davor zurück schreckend, das Wissen des Altertums zu bewahren und wie in einem alchemistischen Prozess zu einer wundervollen Heilkunst zu verbinden. Obwohl mein Hauptaugenmerk damals auf der Literatur lag, übten diese Menschen eine große Faszination auf mich aus und das bis heute. Sie hinterließen uns das Wissen von Pflanze, Mensch & Kosmos, sowie die antike Lehre von den Qualitäten in Menschen und Pflanzen. Wenn wir uns dieses Wissen wieder aneignen, eröffnet sich eine neue Art der Kräuterkunde.

Jeder Mensch ist ein kleines Universum.

Kräuter & Sterne – Videos!

Ich bin so gut wie fertig mit den Skripten für meinen Signaturenlehre Kurs, der Ende April beginnt. Viele der diesjährigen Veranstaltungen sind lange im Voraus geplant und „nach der Planung ist vor der Planung“, denn viele Institutionen müssen zum Teil ein Jahr im Voraus mit ihrer jeweiligen Planung beginnen. Man sagt im allgemeinen, dass eine selbständige Tätigkeit ab dem 3. Jahr so richtig in Schwung kommt – jepp, kann ich bestätigen. Jedenfalls sass ich gerade so da, nippte an meinem Kräutertee und dachte bei mir – die Blog Leser müssen denken, du bist in der Versenkung verschwunden! Schon länger kein Beitrag – und das, obwohl ich so fleißig war 😉

Vielleicht wissen einige von euch auch gar nicht, wo ich noch so zu finden bin – zum Beispiel auf Youtube! Eigentlich war immer das Ziel, dass auf der Homepage/dem Blog alle Fäden zusammen laufen – und dennoch habe ich hier irgendwie nie zu den Videos verlinkt. Das möchte ich jetzt mit diesem Post nachholen und deshalb bekommt ihr in einem Rutsch die Videos, die ich bisher in diesem Jahr gedreht habe. Außerdem werde ich zukünftig auch hier im Blog über neue Videos informieren. Also, viel Spaß bei meinen virtuellen Kräutererlebnissen! Los geht´s mit einem Pilz, dem Judasohr: